Mittelerde: Schatten des Krieges

Mittelerde: Schatten des Krieges

„Mittelerde: Schatten des Krieges“ oder „Das Bonusende das Ich nie erlebt habe!“

Wie wir alle schon wissen (oder nicht) setzt Schatten des Kriegs die Geschichte von Talion & Celebrimbor fort.

Nachdem man sich in „Mordors Schatten“ alle Mühe gegeben hat, den neuen Ring zu erschaffen, um Saurons aufkeimender Macht die Stirn zu bieten, verliert man ihn in den ersten 5 Minuten Videosequenz wieder an eine Kankra, die in der Form auch Morticia Addams kleine Schwester sein könnte.

Nachdem wir uns nun alle fragen, wie wir, mit so einem mächtigen Werkzeug in unserem Besitz, so übertölpelt wurden, beginnt das eigentliche Spiel.

In der Kulisse eines Peter Jackson LotR-Films machen wir uns als uneheliches Kind von Aragorn und Boromir nun auf, um als Mischung aus Assassine und übermächtigem Elbenkrieger(-geist) die letzte verbliebene Festung Gondors in Mordor zu verteidigen.

Für jemand, der den Vorgänger nicht gespielt hat, ist die Lernkurve ein wenig steil, allerdings hat man sich nach ein paar Stunden gut eingespielt, und kann nach Lust und Laune Orks erschlagen, erstechen, vergiften, in die Luft sp….. wo war ich? ….

Ach ja – Die Geschichte und das Spiel. Natürlich kann man den Schergen Saurons nur gewisse Zeit Standhalten und die Stadt geht wieder verloren. Nachdem man sich dann mal kurzerhand gegen alle Nazgul gleichzeitig zur Wehr gesetzt hat, erlangt man von Kankra seinen kostbaren Ring wieder und beginnt, seine eigene Armee aus Orks aufzustellen, um gegen Sauron zu Felde zu ziehen.

Nachdem wir allerhand Festungen erobert und Schergen, inklusive eines Balrogs - der auch an uns nicht vorbei kam-, zur Strecke gebracht haben, kommt es dann zum Endkampf gegen Sauron und seine schier endlosen Armeen. Natürlich kommt der Twist, indem Celebrimbor uns verrät und zum Sterben zurücklässt. 

Nun unterliegen er und seine neue Lieblings Killer Elfe im Kampf gegen Sauron. Allerdings nicht, ohne Ihn für die nächsten Jahrzehnte mit schizophrenen Phasen zurück zu lassen (denn Celebrimbor nistet sich kurzerhand in ihm ein).
Talion schafft es indes gerade noch so, sich Isildurs Ring an zu stecken und damit als Freischaffender Ringgeist weiter Saurons Horden zurück zu halten.
 
Jetzt hätte ein Spiel, das zwar den Professor wohl im Grabe rotieren ließe, aber an sich eine nette eigenständige Geschichte erzählt und sich gut spielen lässt zu Ende sein können.
Wären da nur nicht diese vermaledeiten Loot Boxen, die man uns noch auf Gedeih und Verderb andrehen will, weshalb man nun all seine schön gehegten und gepflegten Festungen gefühlte tausend Mal gegen Heerscharen aus Orks verteidigen muss.
Da ich darauf weder Zeit noch Geld verschwenden wollte endet die Rezension hier, ohne auf das Bonusende einzugehen, das Ich nie erlebt habe!

Autor: Michael M.

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